Informationen und Anregungen

Möglichkeiten gesellschaftlichen Engagements

Literaturempfehlung

Albert Schweitzer, Was sollen wir tun?

Beehive-Projekt

Jeder weiß, dass durch den Zinseszinseffekt klug investiertes Kapital exponentiell anwachsen kann, wodurch Kapitalgeber durch Konsumverzicht in expansiven Wirtschaftsphasen zu Wohlstand gelangen können (wohingegen Kapitalnehmer bei unproduktivem Kapitaleinsatz, etwa für Konsum, sich häufig in hohem Maße verschulden und sich ihr ganzes weiteres Leben lang abrackern müssen). Dieser Effekt kann ebenso für soziale Verbesserungen benutzt werden. Naheliegend ist die Verwendung eines Teils der Einnahmen für freiwillige Spenden, was seit Langem gute Tradition hat. Es gibt aber auch andere Möglichkeiten.

Wenn jeder sich bemühen würde, in seiner sozialen Umgebung hilfsbedürftige Menschen durch persönlichen Einsatz zu fördern, die andererseits diese Hilfe nicht dem Helfer vergüten, sondern sich (eventuell später) ebenfalls um Hilfsbedürftige kümmern, würde der Mechanismus des Zinseszinseffektes greifen. So geschieht es im Bienenkorb. Alleine deswegen könnte man dieses Vorhaben als "Bienenkorb-Projekt" bezeichnen.

Nun ein wenig Mathematik:
Wenn jeder Mensch im Laufe seines Lebens durchschnittlich b Menschen hilft, die sich deswegen ebenfalls im Laufe ihres Lebens um durchschnittlich b andere Menschen kümmern, so bewirkt ein einziger "Ersthelfer" nach Ablauf von v Generationen eine Anzahl von bis zu bv Personen, denen in der dann aktuellen Generation geholfen wird. Dazu ein konkretes Beispiel: Für durchschnittlich nur zwei freiwillige Hilfseinsätze im gesamten Leben werden in der zehnten Generation mitunter mehr als eintausend Menschen geholfen.

Sowie es gelingt, dass die durchschnittliche Anzahl b der Personen, denen man im Leben hilft, größer als Eins ist - besser natürlich größer als Zwei - hat man den Verlauf der Welt meiner Ansicht nach deutlich verbessert und bereits dadurch seinem Leben Sinn gegeben. Um mit seinem eigenen Lebensverlauf viel zu bewirken, muss man also kein Leben der völligen Selbstaufopferung führen.

Der Term bv lautet im Englischen "b high v" (im Amerikanischen auch als "bee hi ve" schreibbar), woraus sich der Name "Beehive"-Projekt ableitet.

Es wäre schön, wenn in dieser Weise der Sozialstaat entlastet werden könnte. In den kommenden Jahren wird wegen maroder Staatshaushalte der Ausspruch des ehemaligen amerikanischen Präsidenten John Fitzgerald Kennedy wohl immer wichtiger werden: Frage nicht danach, was dein Land für dich tun kann. Frage danach, was du für dein Land tun kannst.

Um Missverständnisse zu vermeiden:
  • Der verwendete Begriff "Generation" stimmt nicht notwendig mit dem üblicherweise verwendeten Begriff einer durch Geburten bedingten Generation überein. Vielmehr bilden die ersten b Hilfe-Empfänger die erste Generation. Die bis zu b2 Personen, denen von der ersten Generation geholfen wird, bilden die zweite Generation usw.
  • Um Fälle von Missbrauch (zum Beispiel durch bequeme Erwartungshaltung oder durch Förderung schlechter Charaktereigenschaften) zu vermindern, sollte die Hilfeleistung stets freiwillig und nach eigenem Ermessen erfolgen.
  • Es sollte sich nicht nur um Gefälligkeiten handeln, die eigentlich nicht unbedingt erforderlich sind, sondern um Hilfe in möglichst unverschuldeten Notlagen, die anderweitig nur schwierig zu beschaffen ist.

Weltweit verteilter Computereinsatz

Jeder mit eigenem PC und Internetzugang kann an gemeinnützigen Projekten teilnehmen.
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Medizinische und pharmazeutische Forschung geschieht auf den Hauptprozessoren nahezu unbemerkt und gleichzeitig mit der üblichen PC-Nutzung im Projekt



Mit Grafikprozessoren von PCs arbeitet das Projekt Folding@Home zur Proteinfaltung oder das Projekt GPU Grid zur biomedizinischen Forschung (z.B. gegen Krebs, AIDS, Alzheimer, Huntington und Parkinson).

Mitwirken an Hilfsaktionen

Gerade kleine Start-Up-Hilfsorganisationen sind für persönlichen Einsatz oder regelmäßige Spenden sehr dankbar.
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